Autor: Christoph Stettler

Klimademo in Bern

Freitag, 25. September um 15:30 Uhr am Helvetiaplatz (Bern)
Das Klimacamp „Rise Up for Change“ auf dem Bundesplatz war für zwei Tage ein Ort der Hoffnung für Menschen, die an eine andere Welt glauben. Eine Welt, in der die Bedürfnisse von Menschen im Zentrum stehen und nicht die von Banken und Konzernen.

Wenn wir auf die Geschichte zurückblicken, dann waren es oft Aktionen von zivilem Ungehorsam, die entscheidende Veränderungen herbeiführten. Und Veränderungen braucht es dringender denn je. Die Menschen, die sich diese Woche vom Bundesplatz wegtragen liessen, standen ein für eine Welt, in der Klimagerechtigkeit, Nettonull bis 2030, eine partizipative und transparente Demokratie, eine klimafreundliche Landwirtschaft keine Utopie mehr sind. Zeigen wir ihnen, dass sie nicht alleine sind!

Uns wurde erneut das Versagen dieses politischen und wirtschaftlichen Systems vor Augen geführt. Die Hoffnung auf eine klimagerechte und lebenswerte Zukunft hängt nun von denen ab, die in den Strassen und auf den Plätzen, den Unis und Schulen, den Arbeitsplätzen, Haushalten und Quartieren sagen «Es reicht!» und bestimmt für eine solidarische und ökologische Welt einstehen.

Lasst uns nicht nur griffige Klimaschutzmassnahmen fordern, sondern für eine Welt der Gerechtigkeit, der Solidarität und der Selbstbestimmung einstehen. Denn Klimaschutz ist für uns auch eine Frage der Demokratie, des Feminismus, des Antirassismus und der internationalen Solidarität. Die Demonstration soll ein Moment der Zusammenkunft sein, an dem unterschiedliche Kämpfe zusammenfinden. Lasst uns die Hoffnung auf eine andere Welt weitertragen – eine Welt der Nachhaltigkeit und der Solidarität! mehr…


Migranten, die gegen Gewalt und Isolation demonstrieren, werden von der Polizei isoliert und mit Gewalt am Betreten des Bundesplatzes gehindert. Das Klimacamp wird in der Nacht geräumt.

Medienmitteilung der Partei der Arbeit Bern

Mit einer Demonstration wurden am Dienstag Nachmittag in Bern die gegenwärtige Asylpolitik in verschiedenen Kantonen und die menschenunwürdigen Rückkehrzentren im Kanton Bern angeprangert. Die Polizei versuchte, die Teilnehmenden gewaltsam daran zu hindern, auf den Bundesplatz zu gelangen und sich den Klimastreikenden anzuschliessen. Dort wo niemand hinschaute, Pfefferspray, Gummischrot und Wasserwerfer. Auf dem Bundesplatz hingegen, solange der life-feed von srf berichtete, friedliches Beisammensein. Die PdA Bern verurteilt diese Spaltung und die massive Gewalt gegen die Demonstration von Migrant-Solidarity-Network.
Die Räumung des Bundesplatzes ist inzwischen in den frühen Morgenstunden im Schutz der Dunkelheit erfolgt. Die Klimastreikenden hatten das „grosszügige“ Angebot des Berner Gemeinderates abgelehnt, ihre Aktion auf einen Nebenschauplatz zu verlegen. Auch darin hat die Stadt Bern ja eine Tradition, dass Kundgebungen zwar oft bewilligt werden, aber nur auf Hintergassen, wo sie garantiert von niemandem bemerkt werden.
Unter den gegebenen Umständen sei keine unbehelligte Durchführung der laufenden eidgenössischen Session möglich, begründete der Gemeinderat seinen Räumungsentscheid. Die Partei der Arbeit Bern ist sehr enttäuscht über diesen mutlosen Entscheid der rotgrünen Stadtregierung. Es ist den eidgenössischen ParlamentarierInnen durchaus zuzumuten, dass sie in ihrer Session von der Dringlichkeit des Klimanotstandes behelligt werden. In diesem Sinne drückt die PdA den Klimastreikenden ihre volle Unterstützung aus!

Partei der Arbeit Bern



Wahlplakat 2020

Plakat der PdA Bern für die Stadtratswahlen vom 29. November ’20


Wahlprogramm 2020

Wem gehört die Stadt?


GRATIS-ÖV – EINE WIRKSAME ÖKOLOGISCHE UND SOZIALE MASSNAHME

Ohne eine schnelle und radikale Reduktion der Treibhausgasemissionen hat die Menschheit keine Zukunft. Es ist unbestritten, dass der motorisierte Individualverkehr einer der Hauptverantwortlichen für den CO2-Ausstoss ist. Dessen ungeachtet will der Bund, im Einvernehmen mit dem Kanton und der Berner Stadtregierung, im Raum Wankdorf mit vielen Steuermilliarden die Autobahnen ausbauen und verbreitern. Die Partei der Arbeit bekämpft diese Pläne, die natürlich eine Zunahme des Verkehrs nach sich ziehen würden!

In verschiedenen Städten (in Estland, Belgien, Frankreich, Luxemburg u.a.) hat sich gezeigt, dass gratisÖV den individuellen Autoverkehr wirksam reduziert. Mit Vorstössen im Berner Stadtrat und einer kommunalen Volksinitiative will die PdA erreichen, dass der öffentliche Verkehr auch in der Stadt Bern für alle kostenlos wird.

GratisÖV ist nicht nur ökologisch, sondern auch sozial! Das Libero-Abo für heute 790 Franken pro Person ist eine teure Kopfsteuer. Gerade für Familien bringt das eine grosse finanzielle Belastung. Wird der ÖV über Steuergelder finanziert, so werden die gleichen Kosten gerechter verteilt: Gutverdienende zahlen verhältnismässig mehr, und Wenigverdienende werden entlastet. Aber auch die Firmen zahlen Steuern und entrichten so ihren Beitrag zur Finanzierung des ÖV. Wer ein steuerbares Einkommen von weniger als 100’000 Franken hat (also alle Gering- und Normalverdienenden) wird mit dem Wegfall der Libero-Kosten in jedem Fall sparen!

GratisÖV reduziert Abgase und Lärm in der Stadt, führt zu weniger Staus und weniger Unfällen und erhöht die Lebensqualität auch in den Aussenquartieren. Überall in der Gemeinde frei in ein Tram oder einen Bus einsteigen können – damit entsteht eine neue Selbstverständlichkeit, die in die Zukunft weist. In diesem Sinne soll die Stadt Bern eine Vorreiterinnenrolle einnehmen!

 


DAS PATRIARCHAT BEKÄMPFEN

Der Frauenstreik hat unsere Herzen höherschlagen lassen. Wir kämpfen weiter, denn die Forderungen von uns Frauen* sind die Kraft zur Veränderung! Jetzt müssen wir sie tatkräftig nutzen. Gleicher Lohn für die gleiche Arbeit und darüber hinaus grundlegender gesellschaftlicher Wandel: Die Arbeit, die Frauen* leisten, muss ins Zentrum der Gesellschaft gestellt werden. Die Sorge umeinander als menschliches Bedürfnis muss seinen wirklichen Stellenwert erhalten. Dazu müssen Zeit und Geld zur Verfügung stehen.

Wir fordern Anerkennung für alle Menschen als das, was sie sind, und stehen in Freundschaft an ihrer Seite. Die freie Entscheidung über den eigenen Körper, die eigene Sexualität und die Geschlechtsidentität ist für uns unabdingbar. Wir wollen kostenlose Verhütung und Abtreibung. Unser gemeinsames Ziel ist ein freies Leben ohne Diskriminierung, Transphobie, Sexismus und Rassismus. Dazu gehen wir gegen schädliche Stereotypen vor und wehren uns gegen die Vermarktung, die Gewalt und die Ausbeutung von Menschen. Nein heisst nein!

 


WER HIER IST, IST VON HIER

Viele, die in dieser Stadt leben und für diese Stadt arbeiten, haben keine politische Stimme. Demokratie und Menschenwürde sind aber unteilbar: Wer hier lebt, gehört zu uns. Wer dazu gehört, soll mitreden und mitbestimmen können.

In Bezug auf die Migrations- und Asylpolitik ist die Position der Partei der Arbeit klar: Einerseits ist die von den multinationalen Konzernen organisierte Plünderung des Südens anzuprangern und zu bekämpfen. Die ärmsten Länder werden ihres Reichtums beraubt, durch illegitime Schulden wirtschaftlich erdrückt und abhängig gemacht sowie durch imperialistische Länder zerstört. Sie können sich unter diesen Umständen nie weiterentwickeln.

Und anderseits setzen wir uns ein für eine aufnahmefreundliche und solidarische Politik mit den Opfern dieser kapitalistischen Weltordnung. Darum verlangen wir von der Stadt Bern eine offene Asylpolitik, die menschenwürdige Lebensbedingungen und eine geregelte Aufenthaltsbewilligung für Menschen auf der Flucht garantiert. Wir fordern konkret Sozialhilfe statt Nothilfe für Geflüchtete und die Abschaffung der Asylcamps. Die PdA steht ein für die Legalisierung der Sans-Papiers und ein Recht auf Arbeit für alle in der Schweiz lebenden Menschen.

 


WER BEZAHLT DIE CORONA-KRISE?

Auf Wirtschaftskrisen reagiert die Politik jeweils mit Sparmassnahmen, in Wahrheit Abbaumassnahmen. Meistens folgen Restrukturierungen, welche die verbliebenen staatlichen Aufgaben entweder gleich vollständig privatisieren oder sie auf möglichst viel privatwirtschaftliche Effizienz trimmen sollen. Wohin dies führt, sehen wir heute in der grössten Krise der letzten 100 Jahre. Die SBB, ein ehemals staatliches Vorzeigeunternehmen, sind von einem Desaster zum nächsten restrukturiert worden. Die Spitäler, die unter Kostendruck zentralisiert und den Fallpauschalen unterstellt wurden, sind überfordert und unterfinanziert. Die Post AG will mit allen Mitteln expandieren und mehr Gewinn erzielen und schliesst gleichzeitig überall Poststellen. Und die Swisscom kann nicht einmal mehr ihren Kernauftrag zuverlässig sicherstellen. Leidtragende sind die Angestellten und die gesamte Bevölkerung, die vom Service public abhängig ist.

Wirtschaftskrisen treffen vor allem die Arbeitenden, während die Kapitalisten in ganz anderen Sphären leben. Dies sehen wir aktuell deutlicher denn je: Während die Börsen boomen, vergrössern sich die staatlichen Finanzlöcher durch Steuergeschenke an Unternehmen. Dazu kommen die Mehrausgaben, welche der Staat in der Corona-Krise zur Rettung von Arbeitsplätzen und Menschenleben geleistet hat.

Es ist zu erwarten, dass die Politik nun wieder auf die alten Rezepte zurückgreift, die Arbeiter*innen bluten lässt und im Sozial-, Bildungs- und Kulturbereich Leistungen abbaut. Dazu bieten wir aber keine Hand. Die Wirtschaft hat der Bevölkerung zu dienen, nicht umgekehrt. Darum fordert die Partei der Arbeit auf eidgenössischer, kantonaler und kommunaler Ebene:

  • Die Erhöhung der Gewinn- sowie der Vermögenssteuer von Kapitalgesellschaften
  • Die radikale Erhöhung der Grundstückgewinnsteuer
  • Die Erhöhung der Steuern auf Gross-vermögen und Grosseinkommen
  • Die Einführung einer Steuer auf Finanztransaktionen
  • Die Einführung einer nationalen Erbschaftssteuer
  • Die Vereinheitlichung der Steuersätze von Gemeinden und Kantonen
  • Die Verstaatlichung und somit die demokratische Kontrolle der Banken und Versicherungskonzerne sowie der wichtigen strategischen Wirtschaftssektoren
  • Die Abschaffung der Mehrwertsteuer (MWST) auf Güter des Grundbedarfs
  • Die Besteuerung von Robotern, wenn sie Arbeiter*innen ersetzen, zur Finanzierung der Sozialversicherungen

 


Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Wohnen ist auch ein Menschenrecht. Mit kommunalen Wohnungen gegen die Immobilienspekulation und gegen die Gentrifizierung. Wem gehört die Stadt?

Öffentlicher Raum wird privatisiert und kommerzialisiert. Wem gehört die Stadt? Kulturelle Vielfalt für alle und Freiräume für alternative Kunst- und Lebensformen!

Horrende Krankenkassenprämien machen krank. Wir fordern eine soziale öffentliche Krankenkasse, die zahnmedizinische Eingriffe einschliesst.

Sie machen uns Angst vor der Zukunft. Wir antworten: Schluss mit dem Pensionskassenbetrug! Wir fordern eine Altersvorsorge, die diesen Namen verdient. Es ist Zeit für eine starke AHV als echte Volkspension!

Sparen bei der Bildung ist verantwortungslos und macht dumm. Intelligent ist der Ausbau des kostenlosen Angebots von der KITA bis zur Berufs- und Weiterbildung! Wir fordern: gute Lehrstellen und Praktikumsstellen zu anständigen Löhnen.

Steuergeschenke für die Reichen? Schluss mit solchen Diskussionen. Eine Solidaritätsabgabe von 2% für Vermögen über 3 Millionen an die Corona-Opfer!

 



FAIRPLAY FOR CUBA!

UNBLOCK CUBA!

MAHNWACHE (bewilligt)
Donnerstag, 17. September 2020, 11:30 – 13:30h, Casinoplatz Bern


Evakuiert die Lager!

Spontandemo in Bern
Donnerstag 10. September, 14 Uhr Bahnhofsplatz Bern
Zeig deinen Protest und deine Solidarität mit den Menschen in Moria und komm an die Demo nach Bern – natürlich mit Maske. Die Demo ist bewilligt.

#moria #evacuatenow #nooneisillegal #refugeeswelcome #leavenoonebehind


Die Schweiz muss jetzt handeln

Das Geflüchtetenlager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist in der Nacht von Dienstag, 8. September auf Mittwoch abgebrannt. Rund 13 000 Menschen lebten in dem Camp, das eine offizielle Kapazität für nur 2757 Menschen hat. Die schrecklichen Bilder der Zerstörung und Verwüstung gingen um die ganze Welt.

Am 2. September wurde die erste Person in Moria positiv auf Covid-19 getestet. Anstelle einer geordneten Aufklärung der möglichen Infektionswege wurde das gesamte Camp unter Quarantäne gestellt. Alle Eine Evakuierung wurde nicht organisiert – es gibt seit Jahren keine Evakuierungspläne für das ganze Camp. Ebenso hat es Europa und die Schweiz im Frühjahr 2020 verpasst, die breit geforderte Evakuierung der Camps und die Umverteilung der Menschen auf verschiedene europäische Staaten durchzuführen. Menschen wurden dadurch aktiv der Gefahr einer Ansteckung ausgesetzt.

«Die Schweiz beruht sich immer auf ihre humanitäre Tradition. Jetzt muss sie Taten den Worten folgen lassen», sagt Gavriel Pinson, Präsident der Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS). «Wir fordern Wir fordern den Bundesrat, Karin Keller-Sutter als Departementsvorsteherin des EJPD und das SEM dazu auf, in Absprache mit den Kantonen sofort möglichst viele Geflüchteten aus dem Camp Moria in die Schweiz aufzunehmen», erklärt Pinson. Weiter muss die Schweiz das gleiche Vorgehen von der EU mit Nachdruck fordern.

Partei der Arbeit der Schweiz


Rede von Zora Schneider zum Budget und IAFP

Stadtratssitzung Bern

Die Stadt muss sparen. Verantwortlich sind Steuerausfälle, zu wenige Investitionen in der Vergangenheit und die Corona-Situation, die voraussichtlich eine starke Rezession verursachen wird. Einfluss nehmen auch die Steuererleichterungen für Reiche, die 2019 mit der STAF-Vorlage schweizweit eingeführt wurden. Der dadurch verursachte genaue Fehlbetrag ist noch unklar. Nach einer frühen Schätzung Michael Aebersolds handelt es sich um zusätzliche Ausfälle in der Höhe von 8 Mio. Franken pro Jahr. Es wurde auch schon von einer Ausfallsumme von 17 Mio. Franken pro Jahr geredet. Diese Ausfälle, die die Gemeindeautonomie der Stadt Bern in Frage stellen und die Kompensation der Ausfälle in dieser Sparvorlage, nämlich mit Sozialabbau, machen uns als PdA Bern «stinkhässig»!  


Die PdA/POP Biel/Bienne nimmt an den Städtischen Wahlen vom 27. September 2020 teil.

Medienmitteilung

Wem gehört die Stadt?

Vor vier Jahren erlangte die PdA bei den Bieler Wahlen einen Sitz. Diesen besetzte zunächst Judith Schmid, bis sie im September 2018 von Peter Heiniger abgelöst wurde.
Verschiedene Vorstösse wurden in der laufenden Legislatur eingebracht. So verlangte die PdA stets die Verbesserung der Lebensbedingungen der Flüchtenden. Der Gemeinderat wurde wiederholt aufgefordert die Verkehrssituation in der Stadt zu verbessern. Diverse Interventionen wurden eingereicht, die auf die Verbesserung der Lebensqualität abzielen, die Unfallhäufigkeit reduzieren und zum aktiven Umweltschutz beitragen. Der Umweltschutz ist für die PdA ein zentrales Thema, die Partei unterstützt die Ausarbeitung eines Klimareglements.