Autor: Christoph Stettler

Dokumentarfilm ‚Hojas sueltas‘

Mittwoch 10. April 2019 um 18h30, Käfigturm, Marktgasse 67, 3011 Bern

Alba Suiza zeigt den Film „Hojas Sueltas“ von René Lechleiter, mit anschliessender Diskussion
Ein mittellanger Dokumentarfilm, der auf eine andere Weise zum Reflektieren über vergessene, und immer noch hochaktuelle Aspekte der Jahre nach 1968 herausfordert.
„Hojas sueltas“ (leere Blätter) ist primär eine Hommage an die Frauen, welche seit der Zeit der Conquista bis heute immer einen wichtigen Beitrag an die Befreiungskämpfe geleistet haben – hierfür aber von der Geschichtsschreibung weitestgehend verdrängt und vergessen werden.
Der Dokfilm von René Lechleiter entstand vor dem Hintergrund der bleiernen Jahre der Militärdiktaturen in Bolivien und umfasst die Zeitspanne von 1966 (Ankunft von Che) bis ins Jahr 2009 (Wahl von Evo Morales zum Präsidenten), mit Fokus auf das Leben von drei militanten Compañeras, Anita Urquieta, Josefina Farjat und Geraldine Coronado. 
Der Film evoziert weitere aktuelle Themen wie das Fehlen einer Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen durch den Staat und in der Folge die grassierende Straffreiheit für die Schergen.

Technische Daten:
„Hojas sueltas“, Dokumentarfilm, 37’ (2016) vo. Español, Untertitel dt
Buch und Regie: René Lechleiter (Schweiz)
Kamera: Leandro González (Cuba)
Historische Beratung: Carlos Soria (Bolivien)
Schnitt: Alberto del Rey (Cuba)


Klimademo

Nach dem Streik ist vor der Demo.

Samstag 6. April, 14 Uhr, Helvetiaplatz Bern



8TH CRITICAL MASS

Freitag 29. März 18h ab Bootshafen Biel/Bienne
Monatliche Velodemo gegen den Westast und für eine angemessene Verkehrspolitik.


Klimamassnahmen prioritär umsetzen

Dringliche Motion Zora Schneider (PdA), Angela Falk (AL), Tabea Rai (AL):
Stadtratsitzung Bern vom 28. März 2019

Der Klimawandel hat zu einer Klimakrise geführt. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sind sich einig, dass unser Handeln in den nächsten zehn Jahren über die Zukunft der Menschheit entscheidet. Es ist Fakt: Umfassende Massnahmen müssen sofort ergriffen werden, um eine immer schlimmer werdende Klimakatastrophe zu verhindern. Das Ziel ist, die Erwärmung unter den im Pariser Klimaabkommen festgelegten 2 Grad Celsius zu halten. Denn sogar mit 1,5 Grad Klimaerwärmung kann in zehn Jahren ein Punkt erreicht werden, nach dem der Klimawandel ausser Kontrolle gerät und weitere Massnahmen nicht mehr greifen. Dies ist mit verheerenden Folgen für Natur und Menschheit verbunden. Angesichts der Schwere der Folgen und des Zeitdrucks ist unumgänglich, die Massnahmen gegen die Klimakrise nicht nur tatkräftig, sondern auch sofort umzusetzen – und deshalb auch, sie zu priorisieren. Die Stadt Bern kann und muss regional handeln, um dieses globale Problem anzugehen. Dazu hat sie bereits Pläne ausgearbeitet.


1. Platz im ecorating – PdA 100% Umweltfreundlich

Im Umweltrating 2018 des Nationalrats, dass von Greenpeace, pro natura, VCS und WWF jedes Jahr erstellt wird, belegt die Partei der Arbeit mit 100% den ersten Platz; knapp vor den Grünen (99.6%) und der SP (98.3%)

 
mehr…


Die deutsche Räterepublik 1919 und ihre Auswirkungen

Freitag 22. März 19h00 in Biel, Sitzungssaal der UNIA, Murtenstr. 33
Die Bayrische Räterepublik und die Kommunisten

„Bayern, der Bolschewik geht um! Hinaus mit ihm am Wahltag!“ forderte ein Plakat der Bayerischen Volkspartei (BVP) zu den Wahlen im Januar 1919, auf dem ein aus dem Osten ins Reich kriechender riesiger, ganz in Rot gekleideter Typ mit Russenkittel und „mongolischen“ Gesichtszügen, seine Rechte auf das bereits rote Berlin gestützt, in seiner Linken eine Brandfackel, dabei ist, München und das weiß-blau rautierte Bayernland in Flammen zu setzen.

Das grafisch so eindrucksvoll illustrierte drohende „Unheil“ konnte bei den Wahlen abgewendet werden: Die BVP, Vorläuferin der CSU, wurde bei den Landtagswahlen stärkste Partei, die USPD, Partei des Ministerpräsidenten Eisner, erzielte ganze 2,5% der Stimmen; die Partei der „Bolschewiken“, die KPD, wenige Wochen zuvor gegründet und bayernweit im Januar 1919 einige Dutzend, allenfalls wenige hundert Mitglieder zählend, hatte zum Landtag wie zur Nationalversammlung nicht einmal kandidiert.

Doch grade mal ein Vierteljahr später schien sich die Befürchtung der BVP zu bestätigen: Am 13. April, dem Palmsonntag, nach einem niedergeschlagenen gegenrevolutionären Putsch, wählten die im Hofbräuhaus versammelten Münchner Betriebs- und Kasernenräte – die wenigsten von ihnen waren Kommunisten! – einen Ausschuss an die Spitze der nur eine Woche zuvor ausgerufenen Räterepublik, in dem die Kommunisten eine bestimmende Rolle spielen sollten. Wie kam es dazu? Zumal die kommunistische Partei, obwohl glühende Verfechterin des Rätesystems, sich entschieden gegen die Ausrufung der Räterepublik gewandt und die Beteiligung an ihr abgelehnt hatte?

Die Haltung zur Räterepublik war innerhalb der KPD, in Bayern und reichsweit, vor dem und während des April 1919 heftig umstritten. Und sie blieb dies auch nach der blutigen Niederschlagung der Räterepublik und dem Justizmord an Eugen Leviné, dem führenden Kopf der Münchner Kommunisten wie der „zweiten“, proletarischen Räterepublik. Wie und warum sich diese Haltung veränderte, welche Rolle die KPD in der Räterepublik spielte, wer die Vertreter der unterschiedlichen Positionen waren und welche Motive sie bestimmten – davon soll an diesem Tag die Rede sein. Aber auch davon, welche Lehren aus den damaligen Auseinandersetzungen für heute zu ziehen sind. Wir freuen uns auf eine streitbare Diskussion.

Referent: Hermann Kopp, Historiker und Vorsitzender der Marx-Engels-Stiftung


Keine Kostenüberwälzung auf Organisationen nicht-kommerzieller, ideeller oder politischer Veranstaltungen

Bieler Stadtratssitzung
Überparteiliche Motion: Lena Frank, Grüne / Peter Heiniger, PdA / Glenda Gonzalez, PSR

Der Gemeinderat wird aufgefordert, dass die Stadt Biel bei Veranstaltungen mit ideellem, politischem oder nicht-kommerziellem Charakter auch zukünftig auf eine Weiterreichung von Polizeikosten verzichtet und dies im Ortspolizeireglement der Stadt Biel entsprechend festschreibt.

Begründung:
Das neue kantonale Polizeigesetz (PolG) sieht die Verrechnung der Kosten polizeilicher Leistungen durch die Gemeinde an Organisatorinnen und Organisatoren von Veranstaltungen vor: Organisatorinnen nicht-kommerzieller, ideeller oder politischer Veranstaltungen können neu zur Kostenübernahme polizeilicher Aufgaben gezwungen werden, falls es zu Gewalttätigkeiten kommt. In Artikel 54 ist als Grundsatz festgeschrieben, dass bei Veranstaltungen, bei denen Gewalt an Personen oder Sachen verübt worden ist, die Gemeinden die Kosten des Polizeieinsatzes ab Beginn der Gewaltausübung in Rechnung stellen kann. Diese Kann-Formulierung spricht den Gemeinden ein Ermessen zu. Ob und in welchem Umfang Kosten weiterverrechnet oder erlassen werden, entscheidet alleine die Gemeinde. Die MotionärInnen finden die Übertragung von Polizeikosten insbesondere bei politischen Kundgebungen untragbar. Wenn Organisatorinnen und Teilnehmende politischer Demonstrationen und Kundgebungen zukünftig das Risiko eingehen, im Anschluss für Polizeikosten von bis zu 30’000 Franken aufkommen zu müssen, würden die Grundrechte auf Meinungsäusserungs- und Versammlungsfreiheit massiv eingeschränkt. Dies ist aus rechtsstaatlicher Sicht höchst problematisch.

Biel, 21.3.2019


Die PdA POP Bern nimmt an den Nationalratswahlen 2019 teil!

An der Mitgliederversammlung vom 21. Januar 2019 entschied die PdA POP Kanton Bern, dass wir für die Nationalratswahlen 2019 eine eigene Liste präsentieren. Die Mehrheit der anwesenden Mitglieder sah in der Teilnahme an den Wahlen die Möglichkeit, im ganzen Kanton Bern wahrgenommen zu werden und die Partei auf nationaler Ebene weiter zu stärken.

Dieser Entscheid liegt in einer Kontinuität. Die PdA POP ist im Kanton Bern die einzige unabhängige antikapitalistische Partei, die seit vielen Jahren auf Gemeindeebene (Bern und neuerdings auch Biel), kantonaler und nationaler Ebene zu Wahlen antritt.
Wahlen sind für uns kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um wahrgenommen zu werden und der arbeitenden Bevölkerung eine Stimme zu geben. Gerade die Nationalratswahlen, wo der ganze Kanton Bern einen einzigen Wahlkreis bildet, bietet GenossInnen und allen mit uns sympathisierenden Menschen überall im Kanton die Möglichkeit, der PdA POP ihre Stimme zu geben. Zudem können wir mit dem kantonalen Versand des Wahlmaterials unsere wichtigsten nationalen und internationalen Anliegen an über 760 000 Personen herantragen. Themen gibt es genug: Verkehrspolitik (Westast!), Ökologie, solidarische Altersvorsorge, Krankenkassen, Friedenspolitik, Migrationspolitik, etc. 


Let’s talk about our Banks

erschienen in der nixBravDa 2/19
Klimastreik 15. März 2019

Hallo zämä. In unserer Rede geht es heute um Klimagerechtigkeit: nämlich darum, die Verantwortlichen für die Klima Krise zur Rechenschaft zu ziehen: unter anderem unsere Banken. In 17 Schweizer Städten wird heute über dieses Thema gesprochen und das, das ist erst der Anfang!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Das Eis schmilzt, der Meeresspiegel steigt, mehr und mehr Wetterextreme, Hitzewellen und Dürren… ja, die Klimakrise ist da, jetzt! Und wer ist verantwortlich?

Etwa wir, die kleine Schweiz?

Ja, aber sicher!! Denn etwas wird uns verschwiegen. Etwas wurde uns weder in der Schule erzählt, noch haben die Medien gross darüber berichtet.
Die Schweiz ist flächenmässig das 130 grösste Land der Welt. Doch wenn die Schweiz als Finanzplatz ein Land wäre, dann würde die Schweiz an 6. Stelle der weltweit grössten Co2 Verschmutzer*innen stehen. Stellen wir uns das mal vor, das 130 grösste Land steht also auf Platz 6 der Co2 Verursacher*innen! Denn laut einer Studie von Greenpeace investieren die UBS und die Credit Suisse Milliarden in einige der weltweit kohlenstoff-intensivsten Unternehmen und Projekte und lenken uns dabei mit ihrem profitorientierten Handeln immer weiter in die Klimakrise hinein. Damit zerstören sie die Gegenwart und Zukunft aller Lebewesen. Das können wir doch nicht einfach so akzeptieren, oder?

Die beiden Banken UBS und Credit Suisse finanzieren insgesamt 47 Unternehmen, die fossile Brennstoffe abbauen. Diese bohren nach Öl in der Arktis und der Tiefsee, roden Wälder um Kohle abzubauen und exportieren verflüssigtes Erdgas in Nordamerika. Sie bedrohen mit ihren dreckigen Pipelines Land und Existenz von indigenen Gemeinschaften. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, unterstützen 11 von diesen 47 Unternehmen auch noch aktiv die Verleugnung des Klimawandels.

Durch diese Finanzierungen verantworten die beiden Banken UBS und Credit Suisse allein im Jahr 2017 mehr als zweimal so viele Treibhausgasemis-
sionen wie die gesamte Bevölkerung und alle Industrien in der Schweiz zusammen. Für 2/3 davon ist übrigens die Credit Suisse verantwortlich!

Habt ihr das gewusst?? Zwei Banken verursachen mit ihren Finanzierungen doppelt so viele Treibhausgasemissionen wie 8.5 Millionen Menschen und alle Industrien in der Schweiz zusammen! PAUSE

Und wisst ihr was? Diese finanzierten Emissionen der Banken sind nicht etwa gesunken, nein sie sind zwischen 2015 und 2017 sogar stark angestiegen. Und dies obwohl 2015 das Pariser Abkommen verabschiedet wurde! Mau ehrlech, das chas doch nid siii!!

Da wird ig eifach grad hässig. Da gebe ich mir jeden Tag Mühe, die Klimakrise durch mein Handeln nicht noch mehr voran zu treiben und was machen die Schweizer Banken? Sie denken nur an ihren Profit und ihnen ist scheissegal, wenn sie die Welt zerstören. PAAUSEEEEE Solange nur das Portemonnaie dicker wird, ist ihnen egal, wenn die Luft zum Atmen und der Rest der Welt vor Hunger dünner wird!!!!

Die Banken scheinen das Wort «Nachhaltigkeit» nur als Marketingstrategie zu kennen. Besucht mensch die Website der Credit Suisse, vermittelt diese den Eindruck, dass sie sich ach so aktiv an der Bekämpfung der Klimakrise beteiligt.

Liebe Credit Suisse Kund*innen, liebe UBS- Kund*-
innen, ubs,was für falsche Versprechen, denn eure Banken sind leider überhaupt nicht ökologisch, im Gegenteil, sie zerstören durch ihr Profitstreben die Erde Tag für Tag und indem wir unser Geld bei diesen Banken anlegen, unterstützen wir diese dreckigen Geschäfte.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir uns alle von diesen dreckigen Geschäften befreien, indem wir Bank wechseln und unser Geld an einem anderen Ort anlegen, wo ethische Standards über Profitmaximierung stehen. Deshalb wollen wir alle darauf achten, dass mit unserem Geld nur nachhaltige Projekte finanziert werden und nicht solche, welche die Natur zerstören.

Um die Klimakatastrophe aufzuhalten, soll die Schweiz die Treibhausgasemissionen bis 2030 auf Netto 0 bringen. Darum müssen die Schweizer Grossbanken aus diesen dreckigen Geschäften mit fossilen Energien aussteigen!

Was wollen wir? wir wollen Klimagerechtigkeit, was bedeutet, dass die Hauptverantwortlichen für den Klimawandel und die Zerstörung der Umwelt zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Und dazu gehören sowohl Grosskonzerne, als auch unsere Banken!

Ich frage noch einmal: was wollen wir?  Klimagerechtigkeit. Wann wollen wir sie?  Jetzt!!!

Nationale Rede verfasst von der Arbeitsgruppe «Aktivismus-Bank»