Autor: Christoph Stettler

Arbeit ist ein Menschenrecht – Für die 35-Stunden-Woche

Aus dem nationalen Wahlprogramm 2019 der PdA Schweiz

Die Erwerbsarbeit ist für die Mehrheit der Bevölkerung nach wie vor eine Notwendigkeit. Sie ist die einzige Lebensgrundlage für eine Masse von ProletarierInnen, die noch lange nicht aufgehört hat, zu existieren. Hingegen ist die Arbeit für wenige Reiche ein Mittel, um sich immer mehr auf Kosten anderer zu bereichern, ohne dabei etwas zu produzieren. Im Kapitalismus bekommen nur wenige Menschen den Reichtum, der durch die Arbeit der Mehrheit entsteht. Das nennen wir Ausbeutung. Wir wollen die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beseitigen und eine gesellschaftliche Entwicklung nach den Bedürfnissen aller ermöglichen.

Jede Arbeit hat einen Wert. Aber in der kapitalistischen Gesellschaft haben die ArbeiterInnen über diesen Wert nichts zu sagen: Wer arbeitet, kann nicht darüber bestimmen, wie und was produziert werden soll. Die Arbeiterklasse in der Schweiz hat bereits Mühe beim Verteidigen der erkämpften Errungenschaften. Sie ist daher weit davon entfernt, in die Entscheidungen der Wirtschaftsplanung einzugreifen.

Gesamtarbeitsverträge stärken

Gesamtarbeitsverträge (GAV) sind für die ArbeitnehmerInnen die wichtigsten Instrumente, um ihre Rechte zu verankern. Fakt ist, dass ArbeitnehmerInnen mit einem GAV bessere Arbeitsbedingungen haben als diejenigen ohne GAV. Doch in wichtigen Branchen oder Unternehmen mit einer traditionell starken Gewerkschaftsvertretung werden die GAV in Frage gestellt. Die Verhandlungen enden oft mit grossen Zugeständnissen oder Kompromisslösungen, die nicht im Sinne der ArbeiterInnen sind. Eine Politik im Sinne der ArbeiterInnen zu unterstützen und fördern, erfordert daher zwangsläufig die Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften, unter anderem um die Inhalte der GAV zu verteidigen und auszuweiten.

Die GAV sind jedoch nicht die Lösung aller Probleme. Diese Vereinbarungen zwischen ArbeitgeberInnenverbänden und Gewerkschaften unterstehen strikt dem Regelwerk des Arbeitsfriedens, das durch das Streikverbot faktisch das Handeln der Gewerkschaften erschwert oder gar rechtswidrig macht. Der in der Verfassung verankerte «Arbeitsfrieden» bleibt bestehen, obwohl die ArbeitgeberInnen weiterhin gegen ihn verstossen. Sie tun dies, indem sie die von ihnen selbst unterzeichneten Verträge nicht einhalten. Die Schweizer KommunistInnen haben immer gegen das System des Arbeitsfriedens gekämpft. Es hat unter anderem die Schaffung eines echten Arbeitsschutzgesetzes verhindert, das in vielen Ländern Europas existiert.

Die Rechte der ArbeiterInnen stärken

Um dieser Erpressung dauerhaft zu entkommen, müssen die ArbeitnehmerInnen und ihre Organisationen in den Mittelpunkt eines neuen Arbeitsgesetzes gestellt werden, das unter anderem eine gewerkschaftliche Vertretung der ArbeitnehmerInnen in jedem Unternehmen vorsieht, die von allen Beschäftigten direkt gewählt wird. Die Demokratie kann nicht an der Wahlurne für das Parlament stehen bleiben. Die Ausweitung der demokratischen Rechte der ArbeitnehmerInnen ist der einzige Weg, um für sie dauerhaft eine bessere Zukunft zu sichern. 


Die wahren Verantwortlichen der Umweltzerstörung bekämpfen

Aus dem nationalen Wahlprogramm 2019 der PdA Schweiz

Das Phänomen der globalen Erwärmung durch Treibhausgasemissionen, die Zerstörung der Biosphäre durch die Umweltverschmutzung und die damit verbundenen Gefahren sind längst bekannt. Aber bisher wurde fast nichts Ernsthaftes unternommen, um diese Phänomene zu stoppen. Die bürgerlichen Regierungen zogen es vor, die kurzfristigen Interessen der Grossunternehmen um jeden Preis zu schützen.

Die Lage ist ernst, sofortige Massnahmen sind nötig
Extreme Wetterereignisse, Rekordtrockenheit, Hitzewellen, beschleunigtes Abschmelzen von Gletschern und Eisschollen sind die katastrophalen Auswirkungen der globalen Erwärmung und verursachen bereits erhebliche Schäden. Es ist unerlässlich, drastische Massnahmen zu ergreifen, um bis 2030 eine Netto-Treibhausgasbilanz von null zu erreichen. Wir riskieren sonst einen globalen Temperaturanstieg von 4° Celsius, was wiederum zu einem unkontrollierbaren Rückkopplungseffekt führen würde. Die Erdoberfläche wäre dann für unsere Spezies nicht mehr bewohnbar. Um das angestrebte Ziel bis 2030 zu erreichen, ist es nötig, mit der kurzsichtigen Politik der bürgerlichen Eliten zu brechen. Andernfalls werden die multinationalen Konzerne weiterhin grossen, irreparablen Schaden anrichten und uns in den Abgrund ziehen. Die 100 grössten Konzerne sind für mehr als 70 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich.

Die Ausbeutung des Planeten im Namen des Profits beenden
Die Frage der Ökologie wird oft als eine allgemeine Problematik dargestellt, bei der jede und jeder seinen Teil der Verantwortung trägt. Die Partei der Arbeit ist jedoch folgender Ansicht: Der einzige Weg, unseren Planeten zu erhalten, ist eine langfristige, globale und solidarische Bewirtschaftung unserer natürlichen Ressourcen. Voraussetzung dazu ist ein Systemwechsel. Es ist mehr denn je notwendig, Lösungen gegen die Zerstörung der Natur zu finden. Diese Zerstörung ist das Resultat der neoliberalen Globalisierung und ihrer fehlenden Regeln für multinationale Unternehmen. Ziel dieser Multinationalen ist und bleibt die grösstmögliche Profitmaximierung, unabhängig von ökologischen und sozialen Folgen. Ihre Ziele sind aber nicht unsere Ziele!


Mir läse | Grundsätze des Kommunismus

Mir läse diesen Donnerstag, 12.September um 19:00 Uhr im Lokal der Partei der Arbeit Bern, im ersten Stock der Brasserie Lorraine an der Quartiergasse 17 in Bern, gemeinsam „Grundsätze des Kommunismus“ von Friedrich Engels weiter. Es handelt sich bei dem 1847 verfassten Programmentwurf für den Bund der Kommunisten um einen kurzen Einführungstext in Frage-Antwort-Form. Er ist hier online frei verfügbar: Zum gemeinsamen Lesen also am besten ein mobiles Gerät mit Internetverbindung mitnehmen oder den Text ausgedrucken. „Grundsätze des Kommunismus“ war eine wichtige Vorarbeit für das „Manifest der Kommunistischen Partei“, ein Jahr später von Engels und Marx veröffentlicht, welches wir uns als nächstes vornehmen werden.

Ein spezielles Vorwissen ist nicht nötig. Wir haben am 29. August bereits die Fragen 1-4 diskutiert, ein Neueinstieg ist aber problemlos möglich. Wer interessiert ist, ist herzlich willkommen. Hier der Facebook-Link


LISTENVERBINDUNG

Die Partei der Arbeit ist mit der SP und den Grünen eine Listenverbindung eingegangen. Damit ist garantiert, dass Ihre Wahl der ‚Liste 24: PdA-POP‘ in jedem Fall den verbundenen Listen zugute kommt.


DRINGENDE ANFRAGE AN DEN BUNDESRAT

Denis de la Reussille, Nationalrat der Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS) hat folgende dringende Anfrage an den Bundesrat gerichtet:
Genau zum Zeitpunkt, in dem die Wälder des Amazonen brennen, der brasilianische Präsident die Bedeutung des Amazonaswaldes für den gesamten Planeten leugnet und sich damit begnügt, seine KollegInnen zu beleidigen, die Hilfe bei der Bewältigung dieser Katastrophe anbieten, hat der Bundesrat nichts anderes vorzuschlagen als ein Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Ländern. Ist der Bundesrat wirklich der Meinung, dass ein solches Abkommen, das zu einem Anstieg des See- und Luftverkehrs führen würde, ein guter Weg ist, um der Klimaherausforderung zu begegnen? Wäre es nicht besser, wenn die Schweiz, wie die anderen Länder der Welt, dringend darüber nachdenken würde, wie ihr Konsumverhalten ist?


Was lernen wir von der Bolivarischen Revolution in Venezuela?

Kribi (Kritische Bildung)-Abend Raaupe
Montag, 2. September, Café Lechoix, Bümplizstrasse 21, Bern

z’Nacht 18:30 / Input 19:30 / Schluss 21:30

mit Amanda Joset, Sekretärin Solidarité sans frontières und Natalie Benelli, Alba Suiza.


¡Yallah! ¡Yallah! Fussball, Leidenschaft und Widerstand

Schweizer Premiere in Anwesenheit des Filmemachers
Freitag, 30.8.2019, 20 Uhr Kino in der Reitschule
 Neubrückstrasse 8, 3012 Bern

Dokumentarfilm von Cristian Pirovano und Fernando Romanezzo, Argentinien/Palästina 2017, OV Arabisch / engl. Untertitel
Danach Diskussion mit dem Filmemacher Cristian Pirovano / Eintritt frei – Kollekte

Sieben fussballbegeisterte Menschen im besetzten palästinensischen Gebiet. Alltäglich sehen sie sich mit der Gewalt der Besatzung konfrontiert – auch auf dem Trainingsfeld und im Stadion. Doch sie schaffen es, weiterhin ihrer grössten Leidenschaft nachzugehen. In den Details ihres täglichen Lebens, ihrer Freundschaften und ihres Zusammenlebens sehen wir eine Geschichte von Fussball und Widerstand.

To exist is to resist.
Präsentiert von bacaia – bern’s anarchists and communists against israeli apartheid


Wahlprogramm 2019

WAHLEN / PROGRAMM / KANDIDIERENDE / PLAKATE


 
Arbeit Kapitalismus bedeutet Ausbeutung. Auch in der Schweiz werden die Arbeitsbedingungen immer schlechter und einige wenige immer reicher. Darum fordern wir die 35-Stunden-Woche, 4’500.– Franken Mindestlohn und Rentenalter 60.

Umwelt Kapitalismus lebt durch Profitstreben. Für möglichst hohen, schnellen Profit zerstört er die Umwelt und das Klima. Für das Überleben der Menschheit muss der Kapitalismus abgeschafft werden.

Gleichberechtigung Kapitalismus und Männerherrschaft ergänzen sich. Frauen sind von Sexismus und wirtschaftlicher Benachteiligung betroffen. Sie werden schlecht respektiert, sind doppelt belastet und meist allein für das Wohl anderer verantwortlich. Wir wollen eine gleichberechtigte Zukunft. Dieser Kampf betrifft uns alle.

Mobilität Kapitalismus begünstigt auch heute noch den motorisierten Individualverkehr. Verkehrslösungen aus dem vergangenen Jahrhundert wie der Westast können nur durch breiten Widerstand der Bevölkerung verhindert werden. Zukunftsfähig geht anders: Wir fordern Gratis-ÖV.

Automobilindustrie, Baukonzerne und Strassenverkehrsexperten kennen ein gemeinsames Motto: „Nach uns die Sintflut!“ Und so schreiben sie unbeirrt weiter am anachronistischen Konzept der Automobilität mit Verkehrslösungen aus dem vergangenen Jahrhundert. Diese Allianz aus Kapital und behördlichen Dienern wird erst dann zerbrechen, wenn der Widerstand aus breiten Kreisen der Bevölkerung sich ihr in den Weg stellt.

Frieden Kapitalismus heisst Krieg, Elend und Flucht. Waffen aus Schweizer Produktion sind in vielen Ländern im Einsatz, auch in Kriegsgebieten. Darum fordern wir statt der Privatisierung der RUAG, dass sie künftig nur zivile Produkte herstellt.

Rente Kapitalismus in der Altersvorsorge bedeutet private Pensionskassen. Die angehäuften Gelder sind von den Kapitalmärkten abhängig und die Renten entsprechend unsicher. Die AHV hingegen, wo die laufenden Einnahmen die laufenden Renten finanzieren, ist seit 70 Jahren stabil. Die PdA will die Pensionskassen schrittweise in das System der AHV überführen.

Es braucht einen radikalen Wechsel!

 


Das ausführliche Wahlprogramm finden Sie hier pdf oder unter pda.ch



Wahlplakate

WAHLEN / PROGRAMM / KANDIDIERENDE / PLAKATE

Plakate der PdA des Kantons Bern für die Nationalratswahlen vom 20. Oktober ’19

Affiches du POP du canton de Berne pour les élections nationales du 20 octobre ’19