Autor: Christoph Stettler

Wem gehört die Wohnung in der du wohnst?

Die Wohnungssuche in der Stadt gestaltet sich immer prekärer: Familien, Arbeiter*innen, junge Menschen und Migrant*innen werden immer weiter aus dem Stadtraum gedrängt, weil die wenigen freien Wohnungen, die es noch gibt, kaum mehr zahlbar sind. Die Schweizer Bundesverfassung kannte in Artikel 41 Absatz 1 Buchstabe e aber eigentlich ein soziales Ziel: Bund und Kantone müssen sich dafür einsetzen, dass «Wohnungssuchende für sich und ihre Familie eine angemessene Wohnung zu tragbaren Bedingungen finden können». Eine kürzlich veröffentlichte Studie befasst sich mit der Frage, inwiefern eben diesem Sozialziel mit dem geltenden Mietrecht Rechnung getragen wurde.

Kaum überraschend kam die Studie zum Schluss, dass die Ziele nicht erreicht wurden. Gemäss Mietpreisindex sind in der Zeitperiode von 2006 bis 2021 die Mieten laut Studie 36.2 Prozent höher angestiegen, als das gemäss geltendem Mietrecht zu erwarten gewesen wäre. Allein 2021 haben die Mieter*innen so 10.4 Milliarden Franken zu viel Miete bezahlt. Über den gesamten Zeitraum der Studie sind es 78 Milliarden zu viel. Diese eklatante Umverteilung von Mieter*innen zu Vermieter*innen ist ein Skandal, gegen das wir unsere Stimme erheben. Aber auch unter den Mieter*innen geht die Schere immer weiter auf. Während für die einkommensstärksten Haushalte die Wohnkosten um 2 Prozentpunkte auf 10% vom verfügbaren Einkommen sanken, stiegen sie für die einkommensschwächsten Haushalte um 4 Prozentpunkte auf 36%. Wir haben es also mit einer doppelten Umverteilung hin zu den Reichen unserer Gesellschaft zu tun.

Das geltende Mietrecht schützt die Mieter*innen deshalb nur ungenügend. Heute profitieren Menschen mit selbstgenutztem Wohneigentum, Baulandbesitzer*innen und Vermieter*innen, während die Menschen der Mittelschicht abwärts immer mehr zu kämpfen haben. Wir fordern einen starken Ausbau des Mietrechts: Das gesetzlich verankerte Konzept der Kostenmiete muss konsequenter kontrolliert und umgesetzt werden und es müssen bessere Grundlagen geschaffen werden, um missbräuchliche Anfangsmietzinse anfechten zu können. Denn diese werden trotz sinkender Kosten oft angehoben.

Dagegen wehren wir uns! Den skandalösen Renditen, welchen die Besitzenden auf dem Buckel der Arbeiter*innen umsetzen, sagen wir den Kampf an. Wir fordern bezahlbare Mieten, einen ausgebauten Schutz vor Missbrauch, mehr sozialen Wohnungsbau und so ein Ende der Umverteilung nach oben. Für eine Stadt, in der alle Menschen ein Zuhause finden können, denn: Wohnen ist ein Grundrecht.


Wofür kämpft die Partei der Arbeit?

Auch in den letzten Jahren der «Krisenbewältigung» dienten die Massnahmen und Entscheidungen des Grosskapitals und seiner politischen VertreterInnen allein der Rettung des kapitalistischen Wirtschaftssystems. Die Folgen tragen die Lohnabhängigen, die kleinen Selbständigen, die Erwerbslosen, die Mehrheit der RentnerInnen und viele Jugendliche. Entsprechend haben sich die Lebens- und Arbeitsverhältnisse vieler Menschen der Schweiz und in Europa entscheidend verschlechtert, während gleichzeitig der gesellschaftlich produzierte Reichtum immer grösser wird. Die gesellschaftlichen Widersprüche haben sich verschärft, die Besitzverhältnisse und die Lohnentwicklung sind ein Beweis dafür. Diese Widersprüche sind im Rahmen des kapitalistischen Systems nicht lösbar.

Unser Ideal

Ziel der Partei der Arbeit ist die Überwindung des Kapitalismus hin zu einer sozialistischen Gesellschaft, als Voraussetzung für den Aufbau des Kommunismus. Das heisst eine klassenlose Gesellschaft, die von Solidarität, Gleichberechtigung und Frieden bestimmt sein wird und in der das ökologische Gleichgewicht wiederhergestellt ist. Dabei stützt sich die Partei der Arbeit auf die Grundlage des Marxismus. In diesem Sinne sind wir eine revolutionäre Partei, die sich von allen anderen politischen Parteien der Schweiz unterscheidet. Diese gesellschaftliche Revolution wird das Resultat eines langen Kampfes einer breiten Volksbewegung sein, die den Prinzipien der Einheit und der Solidarität unter den ArbeiterInnen weltweit sowie dem Frieden unter den Völkern treu bleibt.

Widerstand im Parlament, aber nicht nur

Die Wahlen sind für die Partei der Arbeit kein Selbstzweck, sondern eine Gelegenheit, um sich für eine Veränderung der Gesellschaft zu engagieren. Der parlamentarische Kampf wird die Probleme des Kapitalismus nicht lösen, doch er kann den Forderungen der breiten Bevölkerung, der ArbeiterInnen, Gehör verschaffen und ermöglicht Verbesserungen. Dies im Wissen, dass parlamentarische Arbeit nur dann wirksam sein kann, wenn sie von einer starken ausserparlamentarischen Bewegung getragen wird. Deshalb sind der ausserparlamentarische Kampf sowie die Stärkung der Organisation und der Kampfbereitschaft der Arbeiterbewegung und der sozialen Bewegungen auch ein wichtiger und zentraler Aspekt unserer Arbeit.

Es geht nicht nur um eine Reform der Wirtschaft, des Staates, der sozialen Strukturen oder um die Beseitigung negativer Auswirkungen, sondern es geht um die Veränderung der Gesellschaft!


Zwischen uns keine Grenzen!

Demo 14 Uhr Schützenmatte Bern

Solidarité sans frontières organisiert unter dem Motto „Zwischen uns keine Grenzen – für eine offene Gesellschaft der Vielen!“ eine grosse Demonstration derr Bewegung für das Recht auf Migration und Asyl.
Zusammen mit mehr als 100 Organisatoren und vielen Einzelpersonen setzten wir ein kraftvolles Zeichen für die Teilhabe aller und gegen Rassismus, Ausgrenzung und Entrechtung.


Höchste Zeit für höhere Löhne!

Grosse Lohn-Demo am 21. September

Es ist Zeit, dass die Löhne kräftig steigen. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, rufen die Gewerkschaften am 21. September zur grossen Lohn-Demo in Bern auf.

13.15 Uhr: Besammlung auf der Schützenmatte, Bern (Nähe Bahnhof)
14.00 Uhr: Demo-Beginn
15.00 Uhr: Schlusskundgebung auf dem Bundesplatz: Reden und Konzert
16.00 Uhr: Ende der Kundgebung



Vor Bundesgericht für die Berner Gratis-ÖV-Initiative!

Medienmitteilung

Im Jahr 2021 haben die Partei der Arbeit und die Kommunistische Jugend Bern mit 5’583 gültigen Unterschriften ihre kommunale Volksinitiative „Für einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr in der Stadt Bern (Gratis-ÖV-Initiative)“ eingereicht. Der Berner Gemeinderat und daraufhin die zuständige Regierungsstatthalterin waren der Meinung, diese Initiative sei ungültig zu erklären, weil sie gegen Bundesrecht verstosse. Zwei Jahre später, mitten in den diesjährigen Sommerferien, hat das Bernische Verwaltungsgericht diese Ungültigkeitserklärung bestätigt.

Gegen diesen Entscheid hat nun das Initiativkomitee der Berner Gratis-ÖV-Initiative Beschwerde ans Bundesgericht erhoben.


Kundgebung: Bern gegen den Autobahn-Wahn!

Diesen Freitag, 18.00 Uhr, Münsterplatz

Der Bund will unter Federführung von Albert Rösti Milliarden in den Ausbau von klimaschädlicher Verkehrsinfrastruktur investieren. Auch in der Region Bern sollen die Autobahnen massiv ausgebaut werden. Das dürfen wir nicht zulassen! Am Freitag versammeln wir uns um 18.00 Uhr auf dem Münsterplatz, um gegen den Autobahn-Wahn mitten in der Klimakrise zu protestieren! Um zur Kundgebung zu kommen, könnt ihr euch der Velo-Sternfahrt anschliessen.
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Kundgebung: Bern gegen den Autobahn-Wahn!

Diesen Freitag, 18.00 Uhr, Münsterplatz

Der Bund will unter Federführung von Albert Rösti Milliarden in den Ausbau von klimaschädlicher Verkehrsinfrastruktur investieren. Auch in der Region Bern sollen die Autobahnen massiv ausgebaut werden. Das dürfen wir nicht zulassen! Am Freitag versammeln wir uns um 18.00 Uhr auf dem Münsterplatz, um gegen den Autobahn-Wahn mitten in der Klimakrise zu protestieren! Um zur Kundgebung zu kommen, könnt ihr euch der Velo-Sternfahrt anschliessen.
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