Kategorie: klima

DRINGENDE ANFRAGE AN DEN BUNDESRAT

Denis de la Reussille, Nationalrat der Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS) hat folgende dringende Anfrage an den Bundesrat gerichtet:
Genau zum Zeitpunkt, in dem die Wälder des Amazonen brennen, der brasilianische Präsident die Bedeutung des Amazonaswaldes für den gesamten Planeten leugnet und sich damit begnügt, seine KollegInnen zu beleidigen, die Hilfe bei der Bewältigung dieser Katastrophe anbieten, hat der Bundesrat nichts anderes vorzuschlagen als ein Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Ländern. Ist der Bundesrat wirklich der Meinung, dass ein solches Abkommen, das zu einem Anstieg des See- und Luftverkehrs führen würde, ein guter Weg ist, um der Klimaherausforderung zu begegnen? Wäre es nicht besser, wenn die Schweiz, wie die anderen Länder der Welt, dringend darüber nachdenken würde, wie ihr Konsumverhalten ist?


Motion Zora Schneider (PdA): Für den aktiven Klimaschutz – freie Fahrt für alle!

Stadtratssitzung Bern

Bus- und Trambillette sind in Bern teuer. Viele Menschen überlegen sich, ob sie sich die hohen Tarife leisten können und wollen. Für Menschen mit geringem Einkommen sind sie zu teuer. Die Einführung von gratis öV für alle würde niemanden von diesem Dienstleistungsangebot ausschliessen.
Der öffentliche Gratisverkehr ist nicht nur eine soziale, sondern auch eine ökologische Massnahme. Man kann erwarten, dass wegen der Kostenfreiheit viele Autofahrer auf den öffentlichen Verkehr umsteigen werden. Und somit kann der CO2-Ausstoss stark vermindert werden.


Spurwechsel statt Ausbau der Autobahnen!

Freitag, 28. Juni 2019 von 19:00 bis 22:00
Kirchgemeindehaus Johannes, Wylerstrasse 5, Breitenrain, Bern

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) will den Anschluss Wankdorf vergrössern. Dieses Vorhaben verkleinert und verunstaltet die Allmenden weiter, vergrössert die Narben im Grünraum, birgt die Gefahr von Mehrverkehr für die Stadt, und die angeblichen „Verbesserungen“ für Fuss- und Veloverkehr sind nur Feigenblätter. Der Anschluss Wankdorf ist aber nur der erste Dominostein und Voraussetzung für einen massiven Autobahn-Ausbau in der Region Bern.
Der neu gegründete Verein SPURWECHSEL stellt die Erweiterungsprojekte für Autobahnen rund um Bern in Frage und wird für Alternativen kämpfen. An der öffentlichen Infoveranstaltung werden Aline Trede (Nationalrätin Grüne), Monika Saxer (Metron AG) und Thomas Zahnd (Komitee „Westast so nicht“) über die bevorstehenden Ausbauprojekte Auskunft geben.
Eintritt frei, mit anschliessendem Apéro. Verein Spurwechsel



VELODEMO / CRITICAL MASS

Formel-E ade
Wir treffen uns am 20. Juni 2019, um 19.00 Uhr auf dem Bundesplatz!

Fahr mit an der Critical-Mass-Velo-Demo gegen die Formel-E!
Wir zeigen auf der Rennstrecke mit Tausenden von Velos, dass Mobilität in der Stadt, langsam und energiesparend sein kann.


Grosse und bunte Formel-Zero Demo gegen die Formel-E


Am Donnerstagabend haben gegen 1000 Personen an der Critical Mass auf der Rennstrecke teilgenommen und so ihren Unmut gegen diesen absurden und verhältnisblödsinnigen Anlass ausgedrückt.

An der Velo-Demo nahmen Menschen aller Generationen teil. Die Velo-Karawane wurde in den betroffenen Quartieren mit Beifall begrüsst: viele Quartierbewohner*innen leiden unter den massiven Einschränkungen und dem tonnenweise heran gekarrten Beton und den Gitterzäunen. Sie können nicht mehr zu ihren Häusern und müssen viel in Kauf nehmen für einen Anlass, der dem Klima nur schadet.

Das Rennen, welches als „Event, der nachhaltige Mobilität fördert“ angekündigt wurde, entpuppt sich durch die ganze Materialschlacht, die grundsätzliche Kritik an E-Mobilität und den wochenlangen Einschränkungen für die Anwohner*innen zunehmend als Fiasko für den Berner Gemeinderat.

Die Velo-Demo war, so die Veranstalter*innen, kein Rennen, sondern eine gemeinsame Fahrt gegen diesen Anlass, welcher eine Mobilität fördern will, welche kein wirksames Mittel gegen den Klimawandel ist. Die Formel-Zero soll aufzeigen, wie eine zukünftige Mobilität aussehen soll: eine Mobilität der kurzen Wege, die vor allem zu Fuss, mit dem Velo und dem öffentlichen Verkehr zurückgelegt werden.

Das Komitee ist zuversichtlich, dass nicht zuletzt auch dank der Proteste in Zukunft keine Formel-E Rennen mehr in Bern stattfinden werden, ist sich aber auch bewusst, dass es für eine sinnvolle und nachhaltige Verkehrspolitik -zig lokale Initiativen braucht und keine Exekutivmitglieder, die auf solch „grüne“ Mogelpackungen hereinfallen. 


Formel-Zero Velo-Demo bewilligt

Das Polizeiinspektorat der Stadt Bern hat die Velodemo vom Donnerstag, 20. Juni bewilligt. Wie angekündigt startet die Protestaktion gegen das Formel-E-Rennen um 19Uhr auf dem Bundesplatz. Danach werden wir via Kochergasse – Münstergasse – Junkerngasse zum Bärengraben gelangen und dann die komplette Rennstrecke abfahren. Insbesondere laden wir die betroffenen Bewohner*innen in der Schlosshalde und im Obstberg ein, sich der Velodemo anzuschliessen und dafür zu sorgen, dass das Formel-E-Rennen das erste und letzte Autorennen in diesem Jahrhundert auf stadtberner Boden sein wird.

PS. Heute Abend um 19.30h im Käfigturm: Mit dem Elektroauto in die Sackgasse: Warum E-Mobilität den Klimawandel beschleunigt. Buchpräsentation und kritische Diskussion mit Winfried Wolf.

Komitee Formel-E ade


Mit dem Elektroauto in die Sackgasse: Warum E-Mobilität den Klimawandel beschleunigt

Formel-E ade
Buchpräsentation und kritische Diskussion mit Winfried Wolf. Mittwoch, 19. Juni 2019, um 19.30 Uhr im Käfigturm (Bern)

 

Der ehemalige deutsche Bundestagsabgeordnete und Verkehrsexperte Winfried Wolf führt in seinem neuen Buch drei Gründe auf, warum die neue Zauberformel „Elektromobilität“ in die nächste Sackgasse führen wird:

Erstens, weil unter den gegebenen Bedingungen ein Elektro-Pkw im Lebenszyklus nur maximal 25 Prozent weniger CO2 emittiert als ein Benzin- oder Diesel-Pkw. Dabei wächst gleichzeitig mit dem Einsatz von Millionen neuer Elektro-Pkw die Zahl der Autos mit herkömmlichen Antrieben pro Jahr um 70 bis 100 Millionen. Die Gesamtsumme der CO2-Belastung steigt damit von Jahr zu Jahr deutlich.

Zweitens, weil Elektroautos meist Zweitwagen sind, die zur Intensivierung des städtischen Verkehrs führen und dabei drei bis vier Mal mehr Fläche beanspruchen als der öffentliche Verkehr.

Drittens, weil die damit verbundene zusätzliche Menge an Elektrizität die dringend notwendige Verringerung von Kohlestrom verlangsamt und das Hochfahren der Atomstromerzeugung zur Folge haben wird. So verdreifacht China, das stark auf E-Mobilität setzt, aktuell die Zahl der Atomkraftwerke auf 100.

Mit dem Kult um das Elektroauto wird ausgeblendet, dass es für Mobilität einfache und überzeugende Lösungen gibt: dezentrale Strukturen, die „Wiederentdeckung der Nähe“, die „Stadt der kurzen Wege“ und eine umfassende Förderung des nichtmotorisierten Verkehrs. formel-e-ade.ch

Anlässlich des E-Prix in Bern, warnt der Verkehrsexperte Winfried Wolf vor zuviel E-Auto-Euphorie. Elektronische Autos machen oft mehr Probleme als sie diese lösen. Sie garantieren weder mehr Umweltschutz noch weniger Verkehrstote. Das Komitee „Formel E – Ade“ hat Wolf in die Schweiz eingeladen. RaBe sprach mit ihm. mehr…


Für den aktiven Klimaschutz – freie Fahrt für alle!

Stadtrat Biel
Dringliche Motion, Peter Heiniger, PdA

Der Gemeinderat wird beauftragt, für die Tarifzonen 300 und 301 im Fahrplanverbund Libero den Null Tarif einzuführen oder dessen Einführung zu veranlassen. Dieser Null Tarif gilt für alle NutzerInnen dieser Zonen. 


Kapitalismus und Klimaschutz: zwei falsche Freunde

Dauernd sprechen wir von einem System Change, doch was heisst das genau? Was kann mensch sich darunter vorstellen und wie erreichen wir den? Innerhalb des jetzigen Systems, indem wir einige Rahmenbedingungen schaffen, hier ein Pflästerli aufkleben und dort eine feine Regelung machen? Ist das genug? Nein, bei langem nicht! Was es braucht, ist eine radikale Veränderung unserer Wirtschafts- und Lebensweise, oder sogar einen Neuaufbau!

Wir fordern, dass die Regierung den Klimanotstand ausrufen soll. Sie soll Gesetze und Verordnungen erlassen, die die weitere Zerstörung der Umwelt verhindern sollen. Klimaabkommen sind nichts Neues, 1997 gab es das Kyoto-Protokoll, 2015 das Pariser-Klimaabkommen usw. Sie versprechen uns eine klimafreundlichere Politik, doch mit dem Ergebnis ist wohl (fast) niemand hier zufrieden. Dass kaum eines der sowieso viel zu laschen Versprechungen eingehalten wurde, haben wir nicht unserer Eigenverantwortung, sondern dem System zu verdanken.

Wir leben in einer Welt, in der Profit, wie ein Kompass, der Orientierung dient. Es geht nicht um die Bedürfnisse der Menschen, sondern vielmehr um die Maximierung des Gewinns. Die Firmen und deren CEO’s stehen in Konkurrenz zueinander, sie müssen dafür sorgen, dass sie möglichst billige Ressourcengewinnung und Produktion sicherstellen können. Sie folgen somit der Logik der aktuellen, kapitalistischen Wirtschaft. Dass dabei der Klimaschutz oder Arbeiter*innenrechte nicht beachtet werden können, verstehen wohl auch Kinder. Erwachsene leider nicht mehr alle. Aber es geht um den Gewinn, mit umweltschonenden Vorgehensweisen oder mit guten Arbeitsverhältnissen kann man im jetzigen System nicht mit der Konkurrenz mithalten. Wie Greta Thunberg einst an der UNO-Klimakonferenz in Katowice am 12. Dezember 2018 gesagt hat: «Es sind die Leiden der vielen, die für den Luxus der wenigen bezahlen».