Kategorie: klima

Fridays for future – Schulstreiks fürs Klima

erschienen in der nixBravDa 1/19

Die Schulstreiks für das Klima haben sich beachtlich ausgebreitet. Offenbar entsteht eine neue Jugendbewegung. Sie wendet sich gegen die etablierte Politik, gegen die mit viel Gerede begleitete, aber im praktischen Tun völlig unzureichende Politik der Regierenden in Sachen Klimaschutz. Sie wollen damit für ihr eigenes Interesse, für eine gesicherte Zukunft der Erde eintreten.

Es verdient grösste Aufmerksamkeit und volle Unterstützung, wenn zehntausende junge Menschen trotz der Androhung von Schulstrafen sich für Schulstreiks entscheiden und an „Freitagen für die Zukunft“ („Fridays for future“) dem Unterricht fernbleiben, um mehr und wirkungsvollere Massnahmen für die Bewahrung des Klimas und damit für die Zukunft des Erdballs einzufordern.

Besonders wichtig ist, dass es sich dabei um eine von jungen Menschen selbst organisierte, von Regionalgruppen getragene, politisch und organisatorisch völlig unabhängige, also im besten Sinn basisdemokratische Bewegung handelt. Als Kommunikationsmittel zur Koordinierung und Mobilisierung von Aktionen dienen ihnen in erster Linie sogenannte soziale Medien wie WhatsApp, Facebook usw. 


DIE WAHREN VERANTWORTLICHEN DER UMWELTZERSTÖRUNG

Es ist mehr denn je notwendig, globale Lösungen gegen die Umweltzerstörungen zu finden. Doch trotzdem erhalten die Multinationalen durch diese Projekte der Liberalisierung und Privatisierung wie die Freihandelsabkommen eine unendliche Macht. In den Ländern der südlichen Halbkugel werden die Multis weiterhin unbestraft die natürlichen Ressourcen ausbeuten mit den tragischen Folgen, die dabei für die Umwelt entstehen. Und in den Ländern der nördlichen Halbkugel werden sie in ihrem Bestreben nach dem maximalen Profit eine Konsumgesellschaft fördern, welche das ökologische Gleichgewicht des ganzen Planten gefährdet.

Die Schweizer Multinationalen bleiben sich in diesem Rennen für die Kontrolle der natürlichen Ressourcen nichts schuldig. Nestlé, Meisterin bei der Privatisierung des Wassers im Süden, Glencore, Königin des Handels mit Rohstoffen oder Syngenta, grosse Umweltsünderin in Sachen Verschmutzung des Grundwassers sind nur einige Beispiel der verhängnisvollen Folgen, wenn die demokratische Kontrolle über diese Multinationalen fehlt.

Diese Zerstörung der Umwelt ist die direkte Folge des Zugriffs des Kapitals und seiner unbegrenzten Jagd nach Profit. Diese Faktenlage kann durch niemanden mehr bestritten werden. Unter kapitalistischen Produktionsbedingungen wurde eine solche Zerstörung von solch riesigem Ausmass möglich. Wir wohnen einem Prozess bei, bei welchem die Natur unter der Ausbeutung des Kapitals in dramatischer Weise verarmt. Wir können die Umweltprobleme nicht vom Klassenkampf trennen. Dies aus dem simplen Grund, weil die Ausbeutung der Arbeitskraft und der Natur parallel laufen. Wir halten fest, dass die Umweltprobleme Teil des Klassenkampfes sind: sie akzentuieren und intensivieren diesen. Die Umweltprobleme können nicht im kapitalistischen Ausbeutungssystem gelöst werden.

Text aus dem nationalen Wahlprogramm 2015