Essbare Stadt Bern – Bilanz und Impulse für die Zukunft

Stadtrat Bern
Interpellation: Tobias Sennhauser (TIF), David Böhner (AL), Raffael Joggi (AL), Matteo Micieli, (PdA)

Der Gemeinderat wird um die Beantwortung der folgenden Fragen gebeten:

  1. Welche Erfahrung hat der Gemeinderat seit der Umsetzung des Postulats «Essbare Stadt Bern» (2013.SR.000049) gesammelt: Welche Projekte existieren heute, wie verteilen sie sich auf die Stadtgebiete und wie werden sie von der Bevölkerung angenommen?
  2. Welches Potenzial sieht der Gemeinderat zur Ausweitung und Verbesserung des Konzepts der Essbaren Stadt Bern?
  3. Wie bewertet der Gemeinderat die Idee, essbare Gärten an Schulen gezielt zu fördern, um junge Menschen verstärkt für nachhaltige Ernährung, Umweltbewusstsein und Wertschätzung gegen- über Lebensmitteln zu sensibilisieren? Welche Erfahrungen können dabei von der Stadt Lyss gewonnen werden?
  4. Ist der Gemeinderat bereit, die Idee der «EssbarenStadtBern»explizit in die städtische Klimastrategie zu integrieren, um gezielt zur lokalen CO2-Reduktion beizutragen und einen Beitrag zur Ernährungssouveränität sowie Versorgungssicherheit der Stadt zu leisten?
  5. Wie beurteilt der Gemeinderat das Potenzial de rEssbaren Stadt Bern als Massnahme zur Klimaanpassung, etwa durch hitzemindernde Begrünung, Förderung der Biodiversität, Verbesserung des Wasserrückhalts sowie zur Stärkung der sozialen Resilienz gegenüber klimatischen Extremereignissen?
  6. Wie beurteilt der Gemeinderat die Einführung einer digitalen Plattform oder App zur Sichtbarma-chung essbarer Standorte in der Stadt, inklusive Erntekalender und Pflegetipps, um Zugänglichkeit und Beteiligung der Bevölkerung zu verbessern?

Begründung

Mit dem erheblich erklärten Postulat «Essbare Stadt Bern» (2013.SR.000049) wurden verschiedene Projekte angestossen, um Bern nachhaltiger, gemeinschaftlicher und biodiversitätsfreundlicher zu gestalten. Heute stellt sich die Frage, wie diese Initiativen weiterentwickelt und an aktuelle Heraus- forderungen angepasst werden können. Insbesondere die Förderung von Schulgärten (zum Beispiel nach dem Vorbild der Stadt Lyss, wo an der Schule Kirchenfeld essbare Gärten existieren), die Ver- bindung zur städtischen Klimastrategie sowie die Digitalisierung der Angebote könnten neue Impulse setzen und den Nutzen für die Bevölkerung weiter steigern.

26. Juni 2025