Dringliche Motion Rolf Zbinden (PdA): SPIELFELDER FÜR ALLE – KEINE VORTRITTSRECHTE FÜR DEN MILLIONENSCHWEREN SPITZENSPORT!

Der Entscheid des Verwaltungsrats des Stade de Suisse und von BSC Young Boys, den Kunstrasen im Stadion Wankdorf auf die Rückrunde hin gegen einen Naturrasen auszutauschen, wird unausweichlich zu einer weiteren Verschärfung der Spiel- und Trainingsplatz-Situation in Bern führen. Und dem Berner Breitenfussballsport drohen dadurch einschneidende Konsequenzen. Einschränkungen beim Trainings- und beim Spielbetrieb sind nicht auszuschliessen. 

Die Partei der Arbeit setzt sich für den Breitensport ein. Unsere Motion vom 24. April 2008 „Spielfelder für den Breitensport“ forderte denn auch ausreichende Trainings- und Spielplätze in der Gemeinde Bern. Diese Motion hat der Stadtrat am 19. Februar 2009 erheblich erklärt. Die gegenwärtig zu beobachtende Tendenz und die aktuelle Diskussion um die neuentdeckten Segnungen des Naturrasens für das Stade de Suisse laufen dieser Forderung und diesem Anliegen jedoch zuwider.

Aus diesem Grund will die Partei der Arbeit Bern mit einer dringlichen Motion den Gemeinderat dazu verpflichten:

unter allen Umständen sicher zu stellen, dass durch den Rasenwechsel im Stadion Wankdorf keine einzige Stunde beim Trainings- und Spielbetrieb des Berner Breitensports verloren geht.

Begründung der Dringlichkeit: Die Rückrunde steht schon bald vor der Tür und die Macht- und Einflusspositionen sind so asymmetrisch verteilt, dass nur eine rasche und öffentliche Diskussion die Chancen und Rechte des Breitensports wahren kann.

Rolf Zbinden, Partei der Arbeit Bern, 15.10.2011 pdf