PAROLEN DER PARTEI DER ARBEIT DES KANTONS BERN
(PDA/POP) ZU DEN ABSTIMMUNGEN VOM 24. September 2017


EIDGENÖSSISCHE ABSTIMMUNGEN

2 x Nein
zur Reform der Altervorsorge 2020 und zur Erhöhung der Mehrwertsteuer.
Bei der «Reform» handelt sich um die Erhöhung des Frauenrentenalters, mit der jährlich 1,3 Milliarden Franken auf dem Rücken der Frauen «eingespart» werden. Dies unter dem Vorwand einer Gleichstellung, die bis heute nicht umgesetzt wird. Ferner wird der Umwandlungssatzes der Pensionskassen von 6,8 auf 6,0  Prozent gesenkt, was drastische Rentenkürzungen in der 2.  Säule zur Folge hat. Ebenso wird die Mehrwertsteuer erhöht, welche als indirekte Steuer eine unsoziale Steuer ist, für die besonders die Ärmsten zahlen werden müssen.

Nein
zum Bundesbeschluss vom 14. März 2017 über die Ernährungssicherheit.
Laut der Vorlage muss die Land- und die Ernährungswirtschaft nach den Bedürfnissen des Marktes ausgerichtet werden. Der Markt soll dabei die Preise und die Menge der Produkte regeln, was vielmehr zur verstärkten Unsicherheit bei der Ernährung wie auch bei den BäuerInnen führt. Ferner wird vage von nachhaltigen «grenzüberschreitenden Handelsbeziehungen» gesprochen, wobei weitere landwirtschaftliche Freihandelsverträge damit nicht ausgeschlossen werden.




Abstimmungsflyer über die Reform der Altersvorsorge 2020 (pdf)


Am 24. September 2017: 2 x NEIN zur Rentenreform 2020!
Die Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS/ PST-POP) ruft die StimmbürgerInnen auf, bei der Abstimmung über die Rentenreform 2020 beide Vorlagen abzulehnen:

• NEIN zum Bundesgesetz vom 17.3.2017 über die Reform der Altersvorsorge 2020 (das wir mit unserem Referendum be- kämpfen!);

• NEIN zum Bundesbeschluss vom 17.3.2017 über die Zusatzfinanzierung der AHV durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer.

Die von National- und Ständerat beschlossene Rentenreform hat schwerwiegende Mängel:

• Erhöhung des Frauen-Rentenalters, mit der jährlich 1,3 Milliarden Franken auf dem Rücken der Frauen «eingespart» werden. Dies unter dem Vorwand einer Gleichstellung, die bis heute nicht umgesetzt wird.

• Senkung des Umwandlungssatzes der Pensionskassen von 6,8% auf 6,0%, was drastische Rentenkürzungen in der 2. Säule zur Folge hat.

• Erhöhung der Mehrwertsteuer, welche als indirekte Steuer eine unsoziale Steuer ist.

Eine Vermischung von AHV und 2. Säule führt zu Verwirrung und kündigt neue Ein- schnitte in der AHV an. Diese beginnen ja bereits damit, dass die schon Pensionierten und die NeurentnerInnen nicht mehr dieselbe AHV-Rente erhalten sollen – ein Verstoss gegen den Grundsatz der einheitlichen Renten!

Die AHV-Renten werden zwar zum ersten Mal seit 40 Jahren leicht angehoben, um 70 Fr. für die NeurentnerInnen (bzw. 3% für Neurentner-Ehepaare). Finanziert wird das durch eine Erhöhung der AHV-Beiträge um 0,3%. Der Zustupf bei den neuen AHV-Renten wird aber nicht das grosse Loch stopfen, welches durch den tieferen Umwandlungssatz der Pensionskassen entsteht. Am Schluss der Rechnung - darauf kommt es an! - werden die Renten der Altersvorsorge sinken. Und dies, obwohl die AHV als Reserve-Rad für die zunehmend in Schwierigkeiten geratenen Pensionskassen dienen soll!

Natürlich sind die insgesamt 900 Milliarden Franken, die als Kapitalien in den verschiedenen Pensionskassen angehäuft sind, fragil und zudem aufwändig, was die Verwaltungs- kosten anbelangt. Im Gegensatz zum Umlageverfahren der AHV, bei dem die laufenden Beiträge die laufenden Renten finanzieren: dieses System hat allen demograschen Veränderungen und ökonomischen Krisen getrotzt und hat sich bewährt!

In ihrer ganzen Geschichte hat die PdAS die Grundsätze der sicheren, solidarischen und transparenten AHV-Renten verteidigt. Um die erwähnten Fehlentwicklungen abzuwehren und um Gerechtigkeit gegenüber den Frauen einzufordern, hat sich die PdAS bei der Unterschriftensammlung zum Referendum beteiligt. So können die StimmbürgerInnen jetzt auch über das Bundesgesetz über die Reform der Altersvorsorge 2020 ab- stimmen. Gleichzeitig lanciert die Partei der Arbeit den Vorschlag, den obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge allmählich in die AHV zu integrieren, unter Wahrung des Besitzstandes aller Versicherten.

Was wollen wir nach dem 24. September 2017?
Die Pensionskassen bieten keine Sicherheit!

Mit ihrer nationalen Volksinitiative «Für eine wirkliche Volkspension» verlangte die Partei der Arbeit Schweiz im Jahr 1969 für die gesamte Bevölkerung eine einheitliche staatliche Altersvorsorge, in welche die damals bestehenden Vorsorge- und Pensionskassen eingebaut werden sollten.

Diese Initiative wurde heftig und mit riesigen finanziellen Mitteln bekämpft: von den privaten Versicherungsgesellschaften und Banken, den bürgerlichen Parteien und Verbänden, aber auch von der SP und den meisten Gewerkschaften. Das Versprechen des Bundesrates, mit dem «Drei-Säulen- System» die berufliche Vorsorge obligatorisch zu erklären, trug mit dazu bei, dass die PdA-Initiative in der Volksabstimmung abgelehnt wurde.

In den vergangenen Jahrzehnten ist aber immer deutlicher zu Tage getreten, dass die berufliche Vorsorge mit den Pensionskassen für breite Bevölkerungsschichten keine Sicherheit bietet:

• Die in der 2. Säule angesparten Kapitalien sind abhängig von allen Schwankungen und Spekulationstendenzen der Finanzmärkte.

• Darum sind die Renten der beruflichen Vorsorge nicht gesichert. Dies wurde dramatisch sichtbar bei der Finanzmarktkrise 2008. Dies zeigen aber auch die fortwährenden politischen Bestrebungen, den Umwandlungssatz – und damit die Höhe der zukünftigen Renten – zu senken!

• Schlecht verdienende ArbeitnehmerInnen erhalten im Alter keine oder nur eine geringe Rente in der 2. Säule. Ersparnisse in einer 3. Säule konnten sie ohnehin keine machen. Das gepriesene Drei-Säulen- System verschärft also die schon bestehenden sozialen Ungleichheiten!

• Obwohl ihre Renten nicht gesichert sind, gelingt es vielen privaten Versicherungsgesellschaften, mit der beruflöichen Vorsorge grosse Profite zu machen!

Ein halbes Jahrhundert später: eine neue Volksinitiative der PdAS!

Es ist Zeit, den Kampf für ein zukunftfähiges System der Altersvorsorge wieder aufzunehmen! So hat die Partei der Arbeit Schweiz eine neue Volksinitiative ausgearbeitet, die von der heutigen Realität ausgeht. Die PdAS schlägt interessierten Organisationen diese Volksinitiative zur gemeinsamen Lancierung vor:

• Die berufliche Vorsorge (2. Säule, obligatorischer Teil) soll in die AHV (1. Säule) integriert werden.
Die AHV ist ein stabiles System: die Renten werden von den laufenden Einzahlungen im Umlageverfahren finanziert.

• Die zukünftigen AHV-Renten müssen stark erhöht werden.
«Die Renten haben den Existenzbedarf angemessen zu decken» und sollen, unter Einbezug der beruflichen Vorsorge, «die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise erfüllen», steht schon heute in unserer Bundesverfassung. Damit das keine toten Buchstaben bleiben, definiert die Initiative der PdAS eine künftige (indexierte) Minimalrente von 4‘000 Franken.

Wie lässt sich der Übergang zum neuen System realisieren?

Das neue System der Altersvorsorge soll langsam aufgebaut werden, während gleichzeitig das alte System langsam ausläuft (die neue PdA-Initiative stützt sich hier teilweise auf Überlegungen von «Denknetz Schweiz»):

• Nach Annahme der Initiative werden keine neuen Beiträge mehr an die Pensionskassen eingezahlt. Die gesamten Beiträge von Erwerbstätigen und Arbeitgebern fliessen nun an die neue AHV.

• Die heutigen Pensionskassen verwalten aber das angesparte Kapital der Versicherten weiter und richten ihnen nach ihrer Pensionierung eine entsprechende Rente aus. So wird der Besitzstand aller Versicherten garantiert.

• Die AHV-Renten berechnen sich einerseits nach der Anzahl Beitragsjahre in die alte AHV / andererseits nach der Anzahl Beitragsjahre in die neue AHV.

• Sobald die Personen, die von Beginn ihres Erwerbslebens an Beiträge in die neue AHV entrichtet haben, pensioniert werden (d.h. nach einer Generation), ist der Übergang zum neuen System der Altersvorsorge vollendet.

• Die AHV-Renten sollen aber schon innerhalb von 10 Jahren so angepasst werden, dass sämtliche Pensionierten einen Rentenbetrag (Pensionskasse eingerechnet) von mindestens 4‘000 Franken erreichen – was der zukünftigen AHV-Minimalrente entspricht. Es darf nicht sein, dass in ei- nem der reichsten Länder der Welt viele RentnerInnen knapp am Existenzminimum leben müssen!
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Votations du 24. September 2017
Objets fédéraux



Le 24 septembre 2017 :
2 x NON à la Prévoyance vieillesse 2020 !
Le Parti Suisse du Travail (PST-POP/ PdA) appelle les votant-e-s à rejeter les deux objets :

• NON à la Loi fédérale sur la réforme de la prévoyance vieillesse 2020 (combat- tue par notre référendum!);

• NON à l’Arrêté fédéral sur le nance- ment additionnel de l’AVS par le biais d’un relèvement de la taxe sur la valeur ajoutée.

Les Chambres fédérales ont accepté des modi cations des retraites qui ne corrigent en rien les graves défauts du « paquet Ber- set » de 2014 . On retrouve tels quels la hausse de l’âge de la retraite des femmes - une économie d’un milliard 300’000 francs par an sur leur dos, sous prétexte d’une égalité qui n’a toujours pas été réalisée jusqu’à présent –, une augmentation de la TVA et la baisse du taux de conversion qui passe de 6,8% à 6% et signifie une dure baisse des rentes du 2ème pilier. Un savant mélange entre les systèmes de l’AVS et du 2ème pilier ajoute à la confusion et annonce de nouveaux coups de canif dans l’AVS. C’est d’ailleurs ce qui se passe avec la grave entorse au principe d’universalité de l’AVS puisque les rentes deviennent différentes entre retraité- e-s actuels et nouveaux.

Certes, les rentes AVS, endiguées depuis 1975, vont augmenter de 70 francs pour les nouveaux retraité-e-s et de quelque 3% pour les couples. Mais cette augmentation est financée par une croissance des cotisations AVS de 0,3%. En plus, cette mini manne ne peut absolument pas compenser le trou creusé dans le deuxième pilier par la baisse du taux de conversion. Et même si les rentes AVS pour les futurs retraité-e-s tentent de faire meilleure figure, en n de comptes - et c’est ce qui est important - les rentes de la prévoyance vieillesse vont globalement diminuer. Malgré le rôle de roue de secours du 2ème pilier que l’on impose à l’AVS !
Il faut bien admettre que les 900 milliards capitalisés dans le 2ème pilier restent fragiles et coûteux en frais de gestion. Au contraire du système de répartition de l’AVS qui a fait ses preuves malgré la démographie et les crises économiques : les cotisations encaissées durant un an paient les rentes de l’année suivante.

C’est pourquoi, soucieux de manifester son attachement historique aux principes du système sûr de solidarité et de transparence de l’AVS, de combattre les dérives et de garantir l’équité envers les femmes, le Parti du Travail POP a contribué à la récolte du référendum contre PV 2020 et lance l’idée de faire glisser peu à peu le 2ème pilier dans le premier, tout en garantissant les droits acquis.

Ce que nous voulons après le 24 septembre
Les caisses de pension ne garantissent aucune sécurité!

Avec son initiative populaire fédérale ‚Pour une véritable retraite populaire’, le Parti Suisse du Travail (PST/POP), en 1969, exigeait une Prévoyance vieillesse générale et pub- lique, dans laquelle les caisses privées de prévoyance existant à l’époque devaient être incorporées. Cette initiative fut combattue violemment et avec d’immenses moyens financiers par les assureurs privés et les banques, par les partis bourgeois, mais aussi par le PS et la majorité des syndicats. Le Conseil fédéral promettait, en instaurant le « système des 3 piliers », de rendre obligatoire la prévoyance professionnelle, ce qui contribua au rejet de l’initiative lors de la votation populaire.

Mais au cours des décennies passées, il est devenu de plus en plus évident que, pour de larges couches de la population, les caisses de pension ne garantissent pas une réelle sécurité.

• Les rendements des capitaux économisés dans le 2ème pilier sont dépendants de toutes les fluctuations, et opérations spéculatives des marchés financiers.

• Pour cette raison, les rentes des caisses de pension ne sont pas sûres, ce que la crise des marchés financiers en 2008 a mis en évidence d’une façon dramatique, mais ce que démontrent également les efforts politiques continuels pour baisser le taux de conversion – et, par conséquent, les futures rentes !

• Les employé-e-s ayant un bas salaire ne recevront à leur retraite que peu de rente, voire aucune rente du 2ème pilier, et ils n’auront pas pu non plus épargner pour un 3ème pilier. Ainsi, le système vanté des trois piliers accentue encore les différences sociales déjà existantes !

• Bien qu’ils ne puissent pas garantir leurs rentes, beaucoup d’assureurs privés réussissent à tirer de grands profits de la pré- voyance professionnelle !

Un demi-siècle plus tard : une nouvelle initiative populaire du PST/POP !

Il est temps de reprendre la lutte pour une Prévoyance veillesse viable et sûre. Ainsi, le Parti Suisse du Travail (PST/POP) a élaboré une nouvelle initiative populaire qui prend en compte la réalité actuelle. Le PST/POP invite les organisations intéressées à lancer en commun cette initiative :

• La prévoyance professionnelle (2ème pilier, partie obligatoire) doit être intégrée dans l’AVS (1er pilier).

L’AVS est un système stable : les cotisations versées durant une année paient les rentes de l’année suivante (système de répartition).

• Les futures rentes AVS doivent être forte- ment augmentées.
La Constitution fédérale stipule déjà maintenant : « Les rentes doivent couvrir les besoins vitaux de manière appropriée », et, conjuguées avec la prévoyance professionnelle, doivent « permettre à l’assuré de maintenir de manière appropriée son niveau de vie antérieur ». Pour que cela ne reste pas lettre morte, l’initiative du PST/POP dé nit une rente minimale (indexée) de la nouvelle AVS de 4’000 frs.

Comment réaliser la transition vers le nouveau système ?
La nouvelle Prévoyance vieillesse sera mise en place progressivement en même temps que l’ancien système disparaîtra au même rythme (la nouvelle initiative du PST/POP se base ici en partie sur des travaux du « Réseau de réflexion CH ») :

• Dès l’acceptation de l’initiative, il n’y aura plus de versements dans les caisses de pension. Toutes les cotisations des em- ployé-e-s et employeurs seront dès lors versées dans la nouvelle AVS.

• Les caisses de pension existantes continueront à administrer le capital déjà versé par les assuré-e-s et leur paieront après leur retraite une rente correspondant à ce capital. Ainsi, les droits acquis seront respectés.

• Les rentes AVS seront calculées d’une part en fonction du nombre d’années de cotisation dans l’ancienne AVS, d’autre part en fonction du nombre d’années de cotisation dans la nouvelle AVS.

• La transition vers le nouveau système sera achevée lorsque les personnes ayant cotisé à la nouvelle AVS depuis le début de leur activité arriveront à la retraite, c’est-à-dire au bout d’une génération.

• Mais déjà dans les 10 ans suivant l’acceptation de l’initiative, les rentes AVS seront adaptées de sorte que tous et toutes les retraité-e-s reçoivent une rente (2ème pilier compris) d’au moins 4’000 frs. - ce qui correspond à la future rente minimale de l’AVS.
Il est inadmissible que dans un des pays les plus riches du monde de nombreux retraité-e-s doivent vivre juste au seuil du minimum d’existence !


flyer (pdf)