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BREITENSPORT
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Förderung des Breitensports: Das verpflichtet!
Motion Rolf Zbinden (PdA): Spielfelder für alle - keine Vortrittsrechte für den millionenschweren Spitzensport!
Motion Rolf Zbinden (PdA) vom 24. April 2008: Spielfelder für den Breitensport; Fristverlängerung bis 31.12.2013
Intervention der PdA Bern an der Stadtratssitzung vom 30.8.12


Die PdA Bern ist erfreut, dass sich das Angebot an Spielfeldern für den Breitensport im vergangenen Jahr deutlich verbessert hat und somit die Erfüllung unserer Motion ein Stück näher gerückt ist. Wir registrieren die Ernsthaftigkeit der Bemühungen in Richtung der Umsetzung unseres Vorstosses. Aus diesem Grund können wir denn einer Fristverlängerung zustimmen – allerdings nicht auf den 31. Dezember, sondern auf Anfang August des nächsten Jahres: auf den Beginn der Saison hin. Und zwar tun wir dies in der Annahme, dass die Anliegen des Breitensports konsequent weiterverfolgt werden und man uns in einem Jahr befriedigende Resultate vorlegt.

Weiterhin rechnen wir damit, dass die Bedürfnisse des Spitzensports nicht zu Lasten des Breitensports priorisiert werden. Der Gemeinderat erachtet diese Forderung unserer Motion „Spielfelder für alle – keine Vortrittsrechte für den millionenschweren Spitzensport!“ als erfüllt und schlägt uns eine Wandlung zum Postulat vor. Es gib für uns im Moment sicher keinen Anlass an den Worten des Gemeinderats zu zweifeln. Wie weit die blosse Einreichung der Motion bei der aktuellen Entwicklung eine Rolle gespielt haben mag? Aber da möchten wir uns wirklich nicht mit fremden Federn schmücken.

Uns ist jedoch bewusst, wie schnell gewisse Entwicklungen im grossen Sportgeschäft sich vollziehen und wie unberechenbar da Entscheidungen gefällt werden können. Wer erinnert sich denn heute noch gerne an die überheblichen Töne, die im vergangenen Jahr das Wankdorf-Stadion einnebelten? Wenn im Moment mit anderen Ellen gemessen wird und andere Umgangsformen wiederentdeckt worden sind, dann freut uns das wie alle Fans – denn das kommt sicher dem Sport zugute. So weit, so erfreulich.

Wir haben allerdings die Aufgabe, über den Tag hinaus zu denken und zu planen. Und genau in diesem Zusammenhang erfüllt dann unsere Motion „Keine Vortrittsrechte für den millionenschweren Spitzensport!“ immer noch ihre Funktion: Mit diesem Instrument sind wir auch in Zukunft nicht abhängig von den Launen aus den Vorstandsetagen. Dies gilt allerdings nur, wenn wir auf der Motion beharren.

Die Partei der Arbeit fordert Sie auf, unsere Motion zu unterstützen. Im Interesse des Breitensports und als Ausdruck einer Fan-Kultur, wie sie der vielfältigen und lebendigen Berner Sportszene bestens entspricht. Nehmen wir diese Verpflichtung an!


Rolf Zbinden, Partei der Arbeit Bern, 30. August 2012

Abstimmung: Ja: 32 / Nein: 27 / Enthaltung: 1 pdf



Nutzungsplanung Allmenden: Vorprojekt; Projektierungskredit 1. Etappe
Intervention der PdA Bern an der Sitzung des Stadtrats vom 11.3.10

Vor nun bald zwei Jahren hat sich die PdA Bern für den Nutzungszonenplan für die Kleine Allmend ausgesprochen, der zusätzliche 4 Spielfelder für den Breitensport vorsah – und das erst noch innerhalb sinnvoller Fristen. Von der Ratsmehrheit ist    dieses Geschäft zurückgewiesen worden – auch mit Hilfe teilweise recht obskurer Argumente: Die schrecklich langen und dunklen und gefährlichen Wege von der Garderobe bis zu den Spielfeldern haben einige hier das Fürchten und gleich auch das opportune Votum gelehrt.

Der damalige Plan hatte den grossen Vorteil, übersichtlich und auf das Wesentliche konzentriert zu sein: auf die dringlich benötigten Spielfelder. Das heute vorliegende Vorprojekt jedoch ist ein unberechenbares Paket, bei dem die Spielfelder bloss noch als Appetithäppchen dienen, damit die eine und die andere Kröte ohne Widerstand durchgehen.

So stellt sich bezüglich des Bausteins 1 die Frage: Warum denn jetzt plötzlich zwei Kunstrasenspielfelder auf der Grossen Allmend und just an der Stelle – und erst noch auf Kosten des Baumbestands? Ein Blick in die Zeitung – und schon geht ein Licht auf! Schön, dass es sowas noch gibt! Im Bund vom 12. Februar 2010 können wir lesen: "Die BEA Bern Expo AG pocht in ihrer Eingabe unter anderem darauf, dass sie die Kunstrasenfelder während Messen mitbenützen dürfe und dass die Installationen leicht demontierbar sein sollen."

Noch weitere Fragen? Ich fasse zusammen: Gegenüber dem zurückgewiesenen Nutzungszonenplan Kleine Allmend keine zusätzlichen Spielfelder, sondern vorerst im Baustein 1 bloss 2 Kunstrasenfelder auf der Grossen Allmend – an Stelle von 4 Feldern auf der Kleinen Allmend. So etwas können wir nur als Verschlechterung für die Belange des Breitensports bezeichnen. Und dabei ist erst noch kein einziges der vor zwei Jahren vorgebrachten kritischen Argumente durch die aktuelle Planung in irgend einer Form entkräftet worden! Ich verstehe die Begehrlichkeit von BEA Bern Expo – nicht so die Interessen der BefürworterInnen der aktuellen Nutzungsplanung Allmenden.

Und sicher dürfen wir uns schon jetzt freuen auf den Baustein 4, wenn es um jenen Teil der Grossen Allmend gehen wird, der den ach so niedlichen Namen „Zirkusplatz“ trägt, und gleichzeitig um die Neugestaltung von Parkplätzen. Wie schon gesagt: Die Interessen von BEA Bern Expo können wir uns in etwa ausmalen. Auf die Argumente jener aber, welche nun auf einmal an der "Aufstückelung" der Grossen Allmend den Narren gefressen haben, ist die PdA Bern allerdings sehr gespannt.

Neben den erwähnten Punkten stören uns zwei grundsätzliche Mechanismen. Uns stinkt die Mogel-Mentalität: „Darf es denn noch ein bisschen mehr sein?“ So wird es womöglich für viele etwas darunter haben: ein bisschen mehr Parkfeld, ein bisschen Zirkusplatz, ein bisschen Kunststoffgrün. Dass sich auf diese Weise Mehrheiten  konstruieren lassen, ist kein Geheimnis. Das hat aber seinen Preis: die Preisgabe von Positionen – so vorhanden. Und wer sie vergessen haben sollte, wird sie sich vorrechnen lassen müssen.

Und ganz tüchtig stinkt uns schliesslich, dass wir mit einer solchen Vorlage ganz offensichtlich für dumm verkauft werden sollen: Stadtrat, Sportvereine, die ganze Bevölkerung. Die PdA Bern ist allerdings der festen Überzeugung, dass dann doch so viel Dummheit nicht vorausgesetzt werden kann – ja, nicht einmal vor Wahlen: sicher nicht bei den Sportvereinen, nicht bei der Bevölkerung.

Der Breitensport benötigt zusätzliche Spielfelder. Und zwar besser heute als morgen. Die Nutzungsplanung Allmenden bietet nicht eine Spur von Antwort. Sie ist nicht nur ein falscher Schritt, sondern eine falsche Orientierung: Sie leitet die "Aufstückelung" der Grossen Allmend auf raffinierte Weise ein. Und sie bringt für den Breitensport wenig – und das erst noch viel später! Kein Wunder: Sie gehorcht ja auch anderen Interessen. Das schleckt keine BEA-Geiss weg – und auch nicht der vorliegende Ergänzungsantrag der Kommission für Planung, Verkehr uns Stadtgrün. Es kann aus dieser Übung nur einen Schluss geben: Vorwärts mit neuen Spielfeldern! Schluss mit  der Mogelei!

Rolf Zbinden, PdA Bern, 11.3.2010 pdf



Motion Rolf Zbinden (PdA)
Spielfelder für den Breitensport
Einlassung auf die Antwort des Gemeinderats der Stadt Bern

Offene Türen sollen wir da eingerannt haben – meint der Gemeinderat. Wer würde das nicht gerne glauben? Aber gerade auch bei geöffneten Türen ist Vorsicht geboten; gerade hier ist es wichtig, genau hinzusehen.

Das heisst im Fall der Motion der PdA Bern und der Antwort des Gemeinderats:

Erstens erwarten wir innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre einen Ersatz für die Spielfelder, die durch die Rückweisung des Nutzungszonenplans Kleine Allmend nicht realisiert werden konnten. Diese Erwartung darf sich auf Punkt 2 der Motion berufen.

Kern der Antwort des Gemeinderats ist der Hinweis auf verschiedene aktuelle Projekte zur Realisierung zusätzlicher Spielfelder. Auch wenn diese Aufzählung nicht gerade wie ein Plan für eine integrale Lösung aussieht, werte ich diese Ansätze als Ausdruck des Willens – und Aufruf zum Handeln.

Zugleich warnt die PdA Bern aber davor, einseitig auf utopische Konzepte zu setzen. Nach der Ablehnung des Nutzungszonenplans Kleine Allmend müssten wir gewarnt sein: was politisch umsetzbar ist und was nicht. Die Sportvereine werden für allzu gewagte Spiele kaum Verständnis haben.

Mega-Projekte garantieren zwar Mega-Aufmerksamkeit. Können aber auch ganz gewaltig in die Hosen gehen. Und es wären dann wiederum die Sportvereine, die das auszubaden hätten. So verkneift es sich die PdA Bern, eine Motion einzubringen: Parkplätze zu Spielfeldern. Oder so ähnlich. Auch wenn es ein bisschen weh tut.

Zentral ist für uns eine absehbare Lösung für die Bedürfnisse der Vereine des Breitensports. Und angesichts der Verankerung vieler Sportvereine in den Quartieren scheint der PdA Bern eine dezentrale Lösung durchaus in der sozialen Logik der Sache zu liegen. Für die PdA Bern stellt dies eine Frage der sozialen Sensibilität – und Wertschätzung dar.

Die PdA Bern erwartet eine rasche Umsetzung der Projekte, die der Gemeinderat in seiner Antwort aufführt. Und wir erwarten, dass den Worten dieser Motion Taten folgen: auch hier im Rat.

Rolf Zbinden, PdA Bern, 19. Februar 2009 pdf

Dringliche Motion
Sportfelder für Breitensport
24. April 2008 pdf